Nordfriesland Tageblatt 06.11.08
Hochburg der Geister und Hexen
6. November 2008 | von Ursula Konitzki
Im Rio-Reiser-Haus gaben sich schaurige Gestalten ein Stelldichein
Unheimliche Geräusche hallen durch den finsteren Wald. Es kichert und kreischt aus einem Lautsprecher, Wölfe heulen, Lichtgestalten hangeln sich an Bäumen hoch. Hinter Dachfenstern flackern Lichtblitze. Scheinwerfer tauchen die Szene in grelles grünes Licht. In einem Korb vor dem Haus brennt ein Feuer. Wer sich da nicht gruselt, hat starke Nerven. Halloween ist angesagt im Rio-Reiser-Haus in Fresenhagen. Das Verwalterehepaar Diana und Thomas Kleis hat zu einer Party eingeladen und keine Mühe gescheut, das alte Gemäuer in eine schaurige "Hochburg" der Geister, Hexen, Zauberer, Monster, Trolle und Feen zu verwandeln.
"Das Dekorieren hat drei Tage gedauert", erzählt Diana Kleis. "Es hat aber unheimlich viel Spaß gemacht." In den Fluren werfen Lampen mit Teelichtern unheimliche Schatten an die weißen Wände. Den Veranstaltungsraum tauchen Kerzen und Lichter-Figuren in schummriges Licht. Immer mehr Gäste in schrillen Kostümen tauchen aus dem Dunkel auf. Draußen stöhnt die Lautsprecherstimme immer lauter, unterbrochen von gellendem Lachen.
Hexentrank und Spinnen-Brötchen
Die Stunde der Geister ist gekommen. Musikalisch auf dem Flügel begleitet wird die Party von Maik Beta aus Niebüll, dem Hausmusiker in Fresenhagen. Hand in Hand tanzen die Gäste um den Feuerkorb. Das taut auch den kältesten Geist auf und macht vor allem hungrig. Diana und Thomas haben vorgesorgt. Im Haus stehen Spinnen-Brötchen, Glibber-Hände aus rotem und grünem Wackelpudding und andere originelle Speisen bereit. Dazu wird ein Hexentrank mit Würmern gereicht. Gut gestärkt geht es nun ans Mumienwickeln. Das Vergnügen verbraucht die gesamten Toilettenpapier-Vorräte des Hauses. Die Partygäste merken bei ihren lustigen Spielen wie "die Reise nach Jerusalem", Luftballon-Tanz, Märchen-Rätsel, Polonaise und lustigen Versteckspielen gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht.
Zu guter Letzt wird das originellste Kostüm prämiert. Das trägt Nadja Andresen aus Wallsbüll. Für ihr Spinnen-Gewand erhält sie einen Gutschein für den Mach-mit-Zirkus im nächsten Jahr.
Fantasievoll kostümiert fanden sich die Gäste
zur Halloween-Party ein. Foto: Ursula Konitzki